Die Verteidigung ist der einzige Moment, in dem man Sie bittet, Ihr Jahr zu erzählen. Viele Auszubildende bereiten sie wie eine Schulprüfung vor, dabei prüft sie etwas anderes: Ihre Fähigkeit, Abstand zu einer beruflichen Erfahrung zu gewinnen. Hier ist die Methode, die wir auf SuperAlternant empfehlen.
Was die Kommission wirklich bewertet
Die Kommission kennt Ihre Arbeit bereits — sie hat sie gelesen. Sie erwartet daher keine Zusammenfassung, sondern den Nachweis, dass Sie verstehen, was Sie getan haben: warum diese Fragestellung, welche Entscheidungen Sie getroffen haben, was Sie anders machen würden.
Der häufigste Fehler ist, das Inhaltsverzeichnis Kapitel für Kapitel abzuarbeiten. Das ist der sicherste Weg, eine Kommission in vier Minuten zu verlieren.
Ein Aufbau, der trägt
Für einen zwanzigminütigen Vortrag hält diese Aufteilung fast immer stand:
- 2 Minuten: der betriebliche Kontext und Ihr Auftrag, je ein Satz;
- 3 Minuten: die Fragestellung und warum sie sich wirklich stellte;
- 10 Minuten: Ihr Vorgehen, Ihre Entscheidungen, Ihre belegten Ergebnisse;
- 3 Minuten: die Grenzen Ihrer Arbeit und was Sie daraus mitnehmen;
- 2 Minuten: der berufliche Ausblick.

Die Frage der Vertraulichkeit
Viele merken es zu spät. Enthält Ihre Arbeit sensible Daten, fragen Sie Ihren Betrieb mehrere Wochen im Voraus, was vorgetragen werden darf und was anonymisiert werden muss.
Eine Vertraulichkeitsklausel wird vorab bei der Schule beantragt: Die Arbeit ist dann nur für die Kommission einsehbar. Zahlen in letzter Minute zu anonymisieren ergibt einen unlesbaren Vortrag.
Die wiederkehrenden Fragen
Bereiten Sie drei davon ausdrücklich vor: „Was hat nicht funktioniert?", „Was würden Sie anders machen?" und „Was hat Ihre Arbeit dem Betrieb gebracht?"
„Es lief alles gut" zu antworten ist die schlechteste Option. Eine Kommission sucht Klarsicht: einen Fehlschlag zu benennen und was Sie daraus gezogen haben, wiegt mehr als jede glatte Präsentation.